Wie der Friede gerettet wird

Es ist vor gut 100 Jahren, am 13. Mai 1917. Erstmals überfällt Lenin mit einer Horde eine Kirche in Moskau und zerstört sie. In Rom wird am selben Tag Pius XII., der Warner vor dem Kommunismus, zum Bischof geweiht. Im portugiesischen Fatima hüten drei Kinder, 7, 9 und 10 Jahre alt, ihre Schafe, als zwei Blitze aufzucken. An einer Steineiche sehen Jacinta, Francisco und Lucia eine Frau in hellem Licht. Sie sagt – doch das hören nur die beiden Mädchen: „Fürchtet euch nicht! Ich bin vom Himmel.“ Sie sagt nicht: „Ich komme vom Himmel“, sondern sie verdeutlicht: Ich gehöre dazu. Lucia, die Älteste, fragt: „Was wünschen Sie?“ – „Kommt sechsmal hierher, immer am 13. jedes Monats!“ Zugleich bittet die Frau um das tägliche, schlichte Gebet des Rosenkranzes, den die Kinder schon kennen. „Wollt ihr euch Gott aufopfern?“ fragt die Frau. Sie wirbt nicht zuerst für den wankelmütigen Menschen, sondern für Gott. „Wollt ihr alle Leiden ertragen?“ Mutig sagen die Mädchen: „Ja!“ Die Frau verdeutlicht: „Wollt ihr Sühne leisten auch für die Sünden anderer?“ Buße – der Leitruf JESU!

Die in gläubigen Familien aufwachsenden Kinder nehmen ihre Zusage sehr ernst. Francisco, dem die Mädchen die Worte der Frau berichten, versteckt sich öfter, einmal sogar auf der Kanzel ihrer kleinen Dorfkirche, um in der Stille den Rosenkranz zu beten. Jacinta fängt an, Milch zu trinken, die sie sonst nicht mochte, und verzichtet auf die geliebten Weintrauben.

Haben solche freiwilligen Verzichte einen Sinn? Ja, wenn sie aus Liebe geschehen, um die Liebe zu Gott einzuüben. Bald müssen die Kinder viel Leid durchstehen. Selbst ihre Mütter wollen ihnen nicht glauben. Immer mehr Menschen ziehen am 13. mit zur Steineiche. Die Behörden greifen ein. Mit grausamen Methoden versucht man, die Kinder der Lüge zu überführen. Vor einem stark brennenden Ofen lügt man ihnen einzeln vor: „Wenn du nicht zugibst, daß du lügst, wirst du hier verbrannt, wie es schon den beiden anderen ergangen ist.“ Alle drei bleiben standhaft. So stark ist ihnen das Erlebnis mit der Frau, die sie als Maria sehen, ans Herz gegangen.

„Was ist denn Rußland?“

Als die Kinder von der Frau hören, es solle für Rußland gebetet werden, fragen sie später die Großen, was Rußland denn sei. Francisco bewegt besonders das ihm übermittelte Wort: „Tröstet euren Gott.“ Nachts weint er deshalb. Der 10jährigen Lucia sagt die Frau: „Du bleibst noch eine Zeitlang auf Erden. Jacinta und Francisco werde ich bald holen.“ Lucia wird 98 Jahre alt. Die Frau sagt: „Jesus will sich deiner bedienen, damit die Menschen mich erkennen und lieben.“ Das macht Lucia zu ihrer Lebens-Aufgabe. Vor allem gibt sie bis zu ihrem Tod den Wunsch weiter: Alle Bischöfe sollen gemeinsam mit dem Papst Rußland ihrem Herzen anvertrauen, dem ja auch Jesus selbst anvertraut wurde. „Weihen“ sagt die Frau. Und sie verheißt sogar: „Eines Tages wird das geschehen, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt.“ Noch steht das aus.

Damals verspricht die Frau etwas Besonderes für den 13. Oktober. 70.000 Menschen sind zusammengeströmt, verteilt über viele Kilometer. Sie erleben ein dreimaliges „Sonnenwunder“, sind zuvor von Regen durchnäßt und plötzlich durch die kreisende, herabstürzende Sonne getrocknet. Anwesende Gegner von Fatima sind völlig umgestimmt. Die erste dort errichtete Kapelle wird von Gegnern zerstört. Der zuständige Bischof prüft die Ereignisse 13 Jahre lang. Dann erkennt er sie als echt an. Doch lange sträubt sich die Kirche, die Kinder selig- oder gar heiligzusprechen. Kinder hätten noch keinen ausgeprägten Willen. Erst in den Jahren 2000 und 2017 kapitulieren die Vernunftler. Eine halbe Million Pilger strömt in Fatima zusammen, jenem Ort, der – ähnlich Lourdes – einen islamischen Namen trägt. Selbst der Koran leugnet nicht, daß Maria eine Jungfrau ist. Muß dann ihr Kind nicht übernatürlichen Ursprungs sein?
Pfr. W. Pietrek

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