Worte, die Leben retten

Hochw. Herrn Kardinal Willem Eijk,
NL 3507 LA Utrecht, Biltstraat 121

Danke, Herr Kardinal Eijk, für Ihre klaren Worte. Angesichts der dramatisch ansteigenden Selbstmord-Zahlen in den Niederlanden warnen Sie vor einer weiteren Legalisierung von Selbst-Tötung im Fall von unheilbarer Krankheit oder „Einsamkeit, Trauer, eingeschränkter Mobilität und Niedergang im Alter“ (DT, August 2017). Die Niederlande sind das erste Land, das 2002 Sterbe-Hilfe legalisierte. Seitdem ist ein rasanter Anstieg von Todesfällen verzeichnet: etwa 20 Fälle pro Tag. Allein 2015 sind 6.672 Sterbe-Hilfe-Todesfälle registriert; 431 Patienten starben ohne persönliche Einwilligung. Eine ähnliche Problematik herrscht in deutschen Alten- und Pflegeheimen, wo zunehmend Menschen mit Demenz „ohne deren tatsächliche Zustimmung getötet werden“. Danke, Herr Kardinal, daß Sie diese lebensfeindliche Kultur kritisieren, denn JESUS lebte eine gegenteilige Lebenshaltung vor: Standhalten im Leiden, sein Kreuz liebend tragen, tapfer Opfer bringen als Sühne (Wiedergutmachung) für die eigenen Sünden und die Sünden der Menschheit. ER trägt unter Blutschweiß sein Kreuz auf den Berg Golgatha, bis ER dort unschuldig ermordet wird (Lk 23, 28). – Danke, Herr Kardinal, für Ihr Glaubens-Zeugnis: „Unsere Antwort auf das Leiden sollte sein: eine adäquate, professionelle und liebevolle Palliativ-Pflege, bei der aus christlicher Perspektive die Seelsorge ein unentbehrlicher Teil ist. Wenn Menschen unerträglich und ohne Perspektive an Einsamkeit leiden – was ein häufiges Problem in der heutigen hyperindividuellen Kultur ist – sollten wir versuche, diese Kultur zu ändern, anstatt Selbstmord für gesunde Menschen zu bieten“.
Ihre KURIER-Redaktion

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